Befristung von Arbeitsverträgen

Befristung von Arbeitsverträgen

Es werden strenge Anforderungen an die Schriftform bei Befristung von Arbeitsverträgen gestellt. Die gesetzlich vorgeschriebene Schriftform für die Befristung von Arbeitsverträgen dient dem Zweck, dem Arbeitnehmer die Bedeutung der Befristung deutlich vor Augen zu führen. Deshalb stellt die Rechtsprechung an die Einhaltung dieser Form besonders hohe Ansprüche. So entschied das Bundesarbeitsgericht in einem Fall, in dem eine Universitätsverwaltung einem künftigen Mitarbeiter zunächst zwei nicht unterschriebene Exemplare eines befristeten Arbeitsvertrags aushändigte. Der Mitarbeiter unterschrieb beide Formulare und reichte sie in der Erwartung an die Universitätsverwaltung zurück, von dieser vor Vertragsbeginn ein gegengezeichnetes Exemplar zurück zu erhalten. Als dies nicht geschah, trat der Mitarbeiter dennoch seinen Dienst an. Die auch von der Universität unterzeichnete Vertragsurkunde ging ihm erst nach Aufnahme der Tätigkeit zu. Später berief er sich darauf, dass die in dem Vertrag enthaltene Befristung unwirksam sei. Das Bundesarbeitsgericht gab ihm Recht. Das von der Hochschulverwaltung gegengezeichnete Vertragsexemplar, welches die Befristung enthielt, hätte ihm vor Aufnahme seiner Tätigkeit zugehen müssen, um die Schriftform zu wahren.

 

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