Belegvorhaltepflicht bei Spendenbescheinigungen

Belegvorhaltepflicht bei Spendenbescheinigungen

Spenden konnten bisher nur als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden, wenn ein ordnungsgemäßer Spendennachweis vorgelegt wurde (§ 50 EStDV). In bestimmten Fällen reichte auch ein vereinfachter Nachweis aus, z.B. die Vorlage einer Buchungsbestätigung (Kontoauszug der Bank oder Sparkasse). Diese Vorschrift (Vorlagepflicht) als materiell rechtliche Voraussetzung für den Abzug von Spenden wurde –mit Wirkung ab dem Veranlagungszeitraum 2017- aufgehoben.

Der Steuerpflichtige muss ab der Steuererklärung 2017 die Bescheinigung nur noch vorhalten und sie nur dann vorlegen, wenn sie vom Finanzamt angefordert wird, um den Spendenabzug zu prüfen (Belegvorhaltepflicht, § 50 Abs. 8 EStDV)

Sofern das Finanzamt die Vorlage der Spendenbescheinigung nicht verlangt hat, muss diese vom Steuerpflichtigen bis zum Ablauf eines Jahres nach Bekanntgabe der Steuerfestsetzung aufbewahrt werden (Aufbewahrungspflicht).

In Zukunft wird es noch einfacher. Im Veranlagungszeitraum 2018 wird die elektronische Übermittlung der Zuwendungsbestätigung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz direkt vom Spendenempfänger an die Finanzverwaltung getestet (§ 50 Abs. 3 EStDV). Nach erfolgreichem Abschluss der Pilotierungsphase soll die elektronische Übermittlung flächendeckend eingesetzt werden. 

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