EC-Kartenumsätze in der Kasse – Finanzverwaltung rudert zurück

EC-Kartenumsätze in der Kasse – Finanzverwaltung rudert zurück

Die Erfassung der EC-Karten-Umsätze im Kassenbuch ist ein formeller Mangel, da im Kassenbuch lediglich Barbewegungen zu erfassen sind. Übereifrige Betriebsprüfer nahmen die Erfassung von EC-Umsätzen im Kassenbuch zum Anlass, um die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung in Frage zu stellen. Hieraus wurde die Legitimation abgeleitet, ggf. Umsatz-Hinzuschätzungen vorzunehmen.

Dieser voreiligen Schlussfolgerung hat die Finanzverwaltung mit dem BMF-Schreiben vom 29.06.2018 nun einen Riegel vorgeschoben. In dem Schreiben wird ausgeführt, dass die Erfassung von EC-Umsätzen weiterhin ein formeller Mangel ist, weil das Kassenbuch einen Überblick über den Bargeldbestand des Steuerpflichtigen ermöglichen soll. Das Kassenbuch soll so beschaffen sein, dass der Sollbestand jederzeit mit dem Istbestand verglichen werden kann, um so eine jederzeitige Kassensturzfähigkeit herzustellen.  Der Bundesminister für Finanzen führt aber in seinem Schreiben aus, dass dieser formelle Mangel bei Gewichtung weiterer formeller  im Hinblick auf eine eventuelle Verwerfung der Buchführung nach § 158 AO regelmäßig außer Betracht bleibt. Voraussetzung ist aber, das der Zahlungsweg ausreichend dokumentiert wird und die Nachprüfbarkeit des Kassenbestands jederzeit besteht.

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