Kein Ausbildungsfreibetrag für auswärtig untergebrachtes minderjähriges Kind

Kein Ausbildungsfreibetrag für auswärtig untergebrachtes minderjähriges Kind

Nach Auffassung des Finanzgerichts (FG) Rheinland-Pfalz ist es verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass einem Steuerpflichtigen für ein auswärtig untergebrachtes noch minderjähriges Kind kein Ausbildungsfreibetrag zusteht (FG Rheinland-Pfalz 27.3.2018, 3 K 1651/16, Revision eingelegt, Aktenzeichen des BFH: VI R 20/18)

Streitig war, ob Kosten für die auswärtige Unterbringung der in Ausbildung befindlichen minderjährigen Tochter der Steuerpflichtigen steuerlich zu berücksichtigen sind. Im Einspruchsverfahren trug sie vor, es verstoße gegen den Gleichheitsgrundsatz, dass nach § 33a Abs. 2 EStG zwar Kosten für die auswärtige Unterbringung von volljährigen Kindern, nicht aber von minderjährigen Kindern als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt würden. Einspruch und Klage blieben ohne Erfolg.

Das FG entschied, dass das Finanzamt die Berücksichtigung des Ausbildungsfreibetrages für die Tochter des Steuerpflichtigen zu Recht verwehrt hatte, da § 33 a Abs. 2 EStG eine solche Vergünstigung ausdrücklich nur für volljährige Kinder vorsieht. Diese Regelung sei auch verfassungsrechtlich nicht zu benstanden. 

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