Keine Grunderwerbsteuer auf Einbauküche und Markisen

Keine Grunderwerbsteuer auf Einbauküche und Markisen

Die Grunderwerbsteuer ist zu einem echten Kostenfaktor beim Immobilienerwerb geworden. In NRW beträgt sie 6,5 % vom Kaufpreis. Werden mit der Immobilie auch gebrauchte bewegliche Gegenstände verkauft, wird dafür keine Grunderwerbsteuer fällig, wenn die Gegenstände werthaltig sind und der anteilige Kaufpreis realistisch ist. Das hat das Finanzgericht (FG) Köln für Einbauküchen und Markisen bestätigt (FG Köln 8.11.2017, 5 K 2938/16 rechtskräftig). Die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer kann durch Herausrechnen folgender Positionen gemindert werden:

  • Einbauschränke und Kaminöfen
  • Gartenpavillion
  • Gardinen und Teppiche (soweit nicht mit dem Boden verklebt)
  • Sauna
  • Instandhaltungsrücklage
  • Öl im Heizöltank
  • Nachträglich installierte Innenrollos

Das Finanzamt muss grundsätzlich die im Kaufvertrag vereinbarten Preise anerkennen und bei der Besteuerung berücksichtigen,  soweit diese angemessen sind. Will es davon abweichen, muss das Finanzamt  nachweisen, dass für die beweglichen Gegenstände keine realistischen Verkaufswerte angesetzt worden sind. Bei der Festlegung der Werte  im Kaufvertrag ist Fingerspitzengefühl gefragt, man sollte den Bogen nicht überspannen. Das Finanzgericht Köln stellte in seinem Urteil klar, dass auch abgeschriebene Gegenstände noch einen Marktwert haben können und die auf Verkaufsplattformen für solche Gegenstände geforderten Preise nicht repräsentativ sind. 

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