Kostendeckelung bei Firmen-PKW ab 2006

Die Privatnutzung von Firmen-PKW wird im Normalfall durch die sogenannte 1 % Regelung berücksichtigt. Die private Nutzung wird hierbei mit 1 % pro Monat des Brutto-Listenpreises des Fahrzeuges berücksichtigt. Voraussetzung für die Anwendung der 1 % Regelung ist eine mindestens 50 prozentige Nutzung des PKW für betriebliche Zwecke.

Bei gebraucht gekauften Fahrzeugen oder bei Fahrzeugen, die bereits voll abgeschrieben wurden, kann es insbesondere bei wenig gefahrenen Kilometern sein, dass die mittels 1 % Regelung ermittelten Beträge höher sind als die gesamten PKW-Kosten.

Für diesen Fall hat der Gesetzgeber die Kostendeckelung eingeführt: Die Zurechnung für die Privatnutzung wird gedeckelt (=begrenzt) auf die Höhe der gesamten Kfz-Kosten.

Dies führt dazu, dass bei vergleichsweise geringen Kfz-Kosten durch die 1 %-Regelung überhaupt keine Kfz-Kosten mehr als Betriebsausgabe berücksichtigt werden.
Das kann nicht richtig sein, ist doch Voraussetzung für die Anwendung der 1 % Regelung die mindestens 50-prozentige betriebliche Nutzung des Fahrzeugs.

Der Bundesfinanzhof klärt nun, ob ab dem Veranlagungszeitraum 2006 eine Deckelung zwingend auf 50 % der tatsächlich angefallenen Kosten für diese PKW geboten ist.
Die BFH-Entscheidung (X R28/15) wird in 2017 erwartet.

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