Spenden bis 200 Euro: vereinfachter Nachweis

Bei Spenden bis 200 Euro reicht für die steuerliche Anerkennung ein „vereinfachter Nachweis“. Der Betrag von 200 Euro gilt für jede Einzelspende, nicht für die Summe der im Jahr geleisteten Spenden.

Hierzu ein Beispiel:  Peter möchte den gemeinnützigen Verein  „Hospiz für palliative Therapie e.V.“ unterstützen und überweist per Online-Banking eine Spende in Höhe von 150 Euro. Mit seiner Spende bleibt Peter unter der Grenze von 200 Euro. Deshalb braucht er keine Zuwendungsbestätigung –also keinen schriftlichen Nachweis über die Spendensumme, umgangssprachlich Spendenbescheinigung genannt- des Hospiz für palliative Therapie e.V. Peter könnte auch für eine zweite Spende in Höhe von 100 Euro einen vereinfachten Nachweis erbringen. 

Nachdem Peter seine Überweisung online abgesendet hat, bestätigt seine Bank die Annahme des Auftrags. Diese Bestätigungsseite muss er für das Finanzamt ausdrucken. Peter achtet darauf, dass sein Name und seine Kontonummer, der Name und die Bankverbindung des Empfängers, der Betrag und der Buchungstag auf der Bestätigungsseite zu sehen sind.

Um sicher zu gehen, dass das Finanzamt ihre Spende auch anerkennt, sollten Sie den vom Spendenempfänger hergestellten Spendenvordruck –das ist in der Regel der vorgedruckte Überweisungsträger- Ihrem Ausdruck beilegen. Denn laut Einkommensteuer-Durchführungsverordnung muss der Spendenempfänger angeben, dass er von der Körperschaftsteuer befreit ist und ob es sich bei der Zuwendung um eine Spende oder einen Mitgliedsbeitrag handelt. In Zeiten des Online-Banking akzeptiert das Finanzamt aber in der Regel die Buchungsbestätigung. Sollte das in Ihrem Fall nicht so sein, können Sie die steuerbegünstigte Organisation auch jederzeit um eine Spendenbescheinigung bitten.

Wenn Sie kein Online-Banking machen oder die Spende als Lastschrift eingezogen wird, können Sie als Nachweis auch eine Kopie des Kontoauszugs vorlegen. Denken Sie daran, Angaben zu schwärzen, die nichts mit der Spende zu tun haben. Auf dem Kontoauszug müssen nur  Ihr Name und Ihre Kontonummer, sowie Name und Kontonummer des Spendenempfängers, der Betrag und der Buchungstag ersichtlich sein. Auch bei der Kopie des Kontoauszuges sollten Sie , wenn möglich, den vorgedruckten Überweisungsträger des Spendenempfängers beilegen. 

Was für Spenden unter 200 Euro gilt, gilt auch für Spenden in Katastrophenfällen. Dem Finanzamt reicht ein einfacher Nachweis aus. Egal ob Flüchtlingskrise, Taifun oder Hochwasser, sobald die Finanzbehörde einen sogenannten Katastrophenerlass in Kraft setzt, wird das Spenden noch einfacher. 

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