Steuerpflicht für Erträge aus Lebensversicherungen

Steuerpflicht für Erträge aus Lebensversicherungen

Erträge aus Lebensversicherungen, die vor dem 1.1.2005 abgeschlossen wurden, sind in voller Höhe steuerfrei, wenn bestimmte Bedingungen eingehalten wurden. Bei Neuverträgen, die ab dem 1.1.2005 abgeschlossen wurden, ist nur noch die Hälfte der Zinserträge steuerfrei. Steuerpflichtig ist in diesem Falle die Hälfte des Unterschiedsbetrages zwischen den eingezahlten Lebensversicherungsbeiträgen und der ausgezahlten Lebensversicherungssumme.

Da die Laufzeit der Lebensversicherung mindestens 12 Jahre betragen muss, kommt die Versteuerung für Neuverträge erstmals für den Veranlagungszeitraum 2017 in Betracht. Die Lebensversicherungsgesellschaft nimmt bei Auszahlung einen Steuerabzug vor.  Dieser beträgt 25 % auf die Hälfte des Unterschiedsbetrages (zwischen gezahlten Beiträgen und ausgezahlter Versicherungssumme). Die Versicherungsgesellschaft ist nach § 32d Abs. 2 Nr. 2 EStG verpflichtet, diesen Steuerabzug vorzunehmen, um ungerechtfertigte Steuervorteile zu vermeiden. Die Erträge aus der Lebensversicherung unterliegen aber der tariflichen Einkommensteuer und nicht dem Abgeltungssteuersatz.  Die von der Lebensversicherungsgesellschaft einbehaltene Steuer ist daher in jedem Fall zu hoch (weil der persönliche Steuersatz immer unter 50 % liegt ). Zu viel einbehaltene Beträge werden im Rahmen der Einkommensteuer-Veranlagung berücksichtigt. 

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