Vermietung an nahe Angehörige

Vermietung an nahe Angehörige

Vorsicht bei verbilligter Überlassung von Wohnraum an nahe Angehörige

In einem Fall, den das Finanzgericht Düsseldorf für das Jahr 2010 zu entscheiden hatte, hat der Sohn der Eigentümer eine Warmmiete von 480 Euro gezahlt. Das Finanzamt errechnete eine ortsübliche Warmmiete von 710 Euro. Die gezahlte Miete betrug somit 67,5 % der ortsüblichen Miete.  Das Finanzamt kürzte daraufhin die Werbungskosten anteilig. Zu Recht, wie das Finanzgericht Düsseldorf befand.

Bei einer Miete zwischen 56 % und 75 % der ortsüblichen Miete war bis 2011 die Überschusserzielungsabsicht zu prüfen. Bei positiver Überschussprognose waren die Werbungskosten voll abzugsfähig. Im Streitfall ergab sich keine positive Überschussprognose, weil in der Berechnung die Instandhaltungsaufwendungen zu gering bemessen waren. Bei der Ermittlung der Vergleichsmiete war ein Zuschlag für die überlassene Einbauküche, die Waschmaschine und den Trockner zu berücksichtigen.  Der Bundesfinanzhof muss nun abschließend entscheiden. 

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