Digitale Betriebsprüfung

Digitale Betriebsprüfung

Bei der digitalen Betriebsprüfung werden dem Betriebsprüfer spätestens zu Beginn der Betriebsprüfung die Daten in digitaler Form auf einem Datenträger zur Verfügung gestellt. Rechtliche Grundlage für die digitale Betriebsprüfung sind die §§ 146 und 147 der Abgabenordnung (AO). Der Betriebsprüfer wertet die Daten unter Nutzung der Prüfsoftware IDEA mittels automatischer Prüfroutinen aus. Hierdurch werden Schwerpunkte der Prüfung identifiziert und die Daten werden auf Plausibilität überprüft. Die Digitalisierung von Buchführungs- und Kassendaten sowie die damit einhergehende rasante Zunahme des Datenumfangs sowie der entsprechenden Fehler- und Manipulationsrisiken erfordern von der Finanzverwaltung neue Vorgehensweisen. So wird in einem Großteil der Bundesländer das vom Bundesland Schleswig-Holstein entwickelte systemische Prüfungskonzept der summarischen Risikoprüfung (SRP) eingesetzt. Bei diesem Konzept  handelt es sich um ein systemisches, vorlagengestütztes, weitgehend automatisiertes, interaktives Prüfungsnetz für digitale betriebliche Daten auf Basis von Excel. Hiermit wird die Risikoabschätzung und strategische Ausrichtung der Prüfung vorgenommen. Die Software ermöglicht die einzelfallbezogene Prüffeldselektion sowie die Aufdeckung von Manipulationen.

Die digitale Betriebsprüfung ist wesentlich effektiver als die herkömmliche Betriebsprüfung. Mit Hilfe der EDV kann in sehr kurzer Zeit herausgefunden werden, wo Schwachstellen liegen und in welchen Bereichen es sich für den Betriebsprüfer lohnt, tiefer einzusteigen.

Ausgefeilte Manipulationsmöglichkeiten können mit Hilfe der Software erkannt werden. Die Prüferressourcen können auf verdächtige und damit steuerrelevante Fälle konzentriert werden. 

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