Home-Office-Pauschale

Home-Office-Pauschale

Als Folge von Corona wurden viele Arbeitnehmer von ihrem Arbeitgeber verpflichtet, im Homeoffice zu arbeiten. Meist steht hierfür kein Raum zur Verfügung, der die Voraussetzungen für ein steuerlich zu berücksichtigendes Arbeitszimmer erfüllt (ausschließlich berufliche Nutzung). Für diese Fälle gibt es die Homeoffice-Pauschale. In der Presse wird hierfür ein Betrag von 600 Euro genannt. Dies ist nur bedingt richtig. Tatsächlich beträgt die Homeoffice-Pauschale 5 Euro je Tag. Sie wird für maximal 120 Tage je Kalenderjahr ohne besonderen Nachweis gewährt. Die 600 Euro sind also der steuerliche Höchstbetrag bei Homeoffice-Nutzung an 120 Arbeitstagen.

Was zunächst wie eine steuerliche Vergünstigung aussieht, führt aber in vielen Fällen nicht zu einer Steuerentlastung.  Zunächst muss beachtet werden, dass die Homeoffice-Pauschale nicht zusätzlich zum Werbungskosten-Pauschbetrag von 1.000 Euro gewährt wird. Betragen also die gesamten Werbungskosten einschließlich der Homeoffice-Pauschale weniger als 1.000 Euro, wirkt sich diese überhaupt nicht aus.

Weiterhin müssen Sie beachten, dass kein Wahlrecht besteht, ob für einen Arbeitstag die Entfernungspauschale oder die Homeoffice-Pauschale als Werbungskosten geltend gemacht wird. Für die Tage, an denen im Homeoffice gearbeitet wird, entfällt die Entfernungspauschale.

Die Homeoffice-Pauschale deckt nur die mit der Nutzung entstehenden Raumkosten wie Stromkosten ab. Aufwendungen für berufliche Arbeitsmittel im Zusammenhang mit der Arbeit im Homeoffice wie Kosten für  einen Schreibtisch, einen Bürostuhl oder ein Regal sind zusätzlich zur Pauschale als Werbungskosten abzugsfähig. 

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