Keine Spekulationssteuer bei häuslichem Arbeitszimmer

Keine Spekulationssteuer bei häuslichem Arbeitszimmer

Der Verkauf  einer  Wohnung  oder eines Einfamilienhauses ist dann steuerfrei, wenn zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Verkauf eine Nutzung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken im Jahr des Verkaufs und in den beiden vorangegangenen Jahren gegeben war (§ 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 S. 3EStG). In diesen Fällen gilt also nicht die 10-Jahres-Frist. Doch was ist, wenn sich in der Wohnung ein steuerlich berücksichtigtes Arbeitszimmer befand?

Das Finanzgericht (FG) Baden-Württemberg hat entschieden (Urteil vom 23.7.19, 5 K 338/19, Rev. BFH IX R 27/19), dass dies unschädlich ist, weil das häusliche Arbeitszimmer kein selbständiges Wirtschaftsgut ist. Genauso hatten bereits das FG München (Urteil vom 14.1.19, 5 2627/18) und das FG Köln entschieden (20.3.18, 8 K 1160/15). Da die Frage noch nicht höchstrichterlich geklärt ist (Entscheidung über die Revision beim BFH steht noch aus), ist in der Frage weiter mit Widerstand der Finanzverwaltung zu rechnen. Notfalls muss Einspruch eingelegt und ggf. beim Finanzgericht geklagt werden. 

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