Kinderbetreuungskosten bei steuerfreien Kindergartenzuschüssen des Arbeitgebers

Kinderbetreuungskosten bei steuerfreien Kindergartenzuschüssen des Arbeitgebers

Eltern dürfen Kinderbetreuungskosten nach § 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG in Höhe von zwei Dritteln der Aufwendungen, maximal in Höhe von 4.000 EUR je Kind und Jahr als Sonderausgaben geltend machen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Das Kind gehört zum Haushalt der Eltern.
  • Das Kind hat das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet.
  • Die Eltern haben die Rechnung über die Kinderbetreuung unbar beglichen.
  • Die Eltern können auf Nachfrage des Finanzamts eine Rechnung vorlegen. 

Die Finanzämter kürzen den Sonderausgabenabzug für Kinderbetreuungskosten, soweit der Arbeitgeber für das Kind Zuschüsse zur Betreuung nach § 3 Nr. 33 EStG erhält. Die Kürzung  wird damit begründet, dass Sonderausgaben nur dann bei der Ermittlung des Einkommens abgezogen werden dürfen, wenn der Steuerpflichtige tatsächlich und endgültig wirtschaftlich belastet ist. In Höhe der Arbeitgeberzuschüsse würde keine wirtschaftliche Belastung vorliegen, argumentiert die Finanzverwaltung.  Das Finanzgericht Köln hat die fiskalische Auffassung der Finanzämter bestätigt (FG Köln, Urteil vom 14.8.20, 14 K 139/20). In der Angelegenheit ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. In einem Revisionsverfahren muss nun der Bundesfinanzhof (BFH) klären, ob er sich der Rechtsauffassung des Finanzgerichts anschließt.

Betroffene Steuerpflichtige haben die Möglichkeit, unter Hinweis auf das anhängige Revisionsverfahren Einspruch gegen nachteilige Einkommensteuerbescheide einzulegen und einen Antrag auf Ruhen des Verfahrens zu stellen, bis der BFH entschieden hat. 

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