Kurzarbeitergeld bei werdenden Eltern

Kurzarbeitergeld bei werdenden Eltern

Durch die Corona-Krise sind momentan viele Mitarbeiter in Kurzarbeit. Bei werdenden Eltern kann die Kurzarbeit zu hohen finanziellen Einbußen führen. Es kann zu Kürzungen beim Elterngeld kommen. Die Höhe des Elterngeldes ist bei Arbeitnehmern davon abhängig, wie hoch das durchschnittliche Netto-Einkommen in den zwölf Monaten vor der Geburt war. Bei Müttern ist hierbei i. d. R auf die zwölf Monate vor Beginn der Mutterschutzfrist abzustellen. Das Elterngeld ersetzt zwischen 65 % und 100 % dieses Netto-Einkommens. Es beträgt mindestens 300 EUR und maximal 1.800 EUR monatlich.

Das Problem hierbei: Das Kurzarbeitergeld ersetzt zwar teilweise das wegfallende Einkommen. Es wird aber von staatlicher Seite gewährt und ist kein Erwerbseinkommen. Einnahmen, die kein Erwerbseinkommen sind, werden für die Berechnung des Elterngeldes nicht berücksichtigt. Hierunter fällt auch das Kurzarbeitergeld ( vgl. § 2 Abs. 1 S. 3 BEEG i.V. m § 3 Nr. 2 a EStG). Monate, in denen Kurzarbeitergeld bezogen wird, führen automatisch zu weniger Elterngeld, da Entgeltersatzleistungen dort nicht berücksichtigt werden. Das kann für Mitarbeiter schnell mehrere Hundert bis tausend Euro an Einbußen beim Elterngeld bedeuten.

Arbeitgeber sollten sich der Auswirkungen auf die finanzielle Situation ihrer Mitarbeiter bewusst sein, wenn Kurzarbeit beantragt werden soll. Folgende Möglichkeiten können sich anbieten, die Kurzarbeit zumindest zu einem Teil zu umgehen: 

  • Abbau des Überstundenkontos
  • Teil des Urlaubs nehmen
  • Kurzarbeit für einen möglichst kurzen Zeitraum beantragen
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