Leasingsonderzahlung bei Anwendung der Kostendeckelungsregelung

Leasingsonderzahlung bei Anwendung der Kostendeckelungsregelung

Bei der Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschussrechnung (§ 4 Abs. 3 EStG) ist eine bei Vertragsschluss geleistete Leasingsonderzahlung für einen Firmenwagen im Zeitpunkt der Zahlung zu berücksichtigen. Im Regelfall (also wenn kein Fahrtenbuch geführt wird) ist die Privatnutzung durch Anwendung der 1 %-Regelung zu berücksichtigen. Ist der auf diese Weise ermittelte Privatanteil höher als die gesamten Kosten für den PKW, kommt die sogenannte Kostendeckelung zur Anwendung. Das bedeutet, dass der Privatanteil auf die Höhe der Kosten für den PKW begrenzt wird. Bei einer hohen Leasingsonderzahlung bei Vertragsabschluss sind die Leasingraten hierdurch relativ gering. Es stellt sich in den Folgejahren häufig die Frage, wie hinsichtlich der Kostendeckelung zu verfahren ist. 

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in seinem Urteil vom 17.5.22 (VIII R 26/20) entschieden, dass die bei Vertragsabschluss geleistete Leasingsonderzahlung für einen Firmenwagen für Zwecke der Kostendeckelung auch dann periodengerecht auf die einzelnen Jahre des Leasingzeitraums zu verteilen ist, wenn der Steuerpflichtige seinen Gewinn durch Einnahmen-Überschussrechnung gemäß § 4 Abs. 3 EStG ermittelt. Der BFH folgt damit der Rechtsauffassung der Finanzverwaltung. 

< zurück zur Übersicht

arens + becker PartGmbB

Kanzlei für Steuerberatung + Wirtschaftsprüfung

Agrippinawerft 8
50678 Köln

Telefon: + 49 221 974525-0

Öffnungszeiten:
Montag – Freitag 8:30 – 12:30 Uhr

Allg. Anfragen: info_at_arens-becker.com
Bewerbungen: bewerber_at_arens-becker.com

Arens + Partner