Maklerprovision beim Immobilienverkauf

Maklerprovision beim Immobilienverkauf

Bisher bestand für Verkäufer von Immobilien in guten Lagen oft die Möglichkeit, um eine Maklergebühr herum zu kommen. Gerade  bei hohen Immobilienwerten  und gefragten Objekten war es für Makler meist attraktiv, sich mit der vom Käufer verlangten Maklercourtage –meist 3 % plus Mehrwertsteuer- zufrieden zu geben. Damit ist es wohl künftig vorbei. Der Koalitionsausschuss hat am Abend des 18. August 2019 den Beschluss gefasst, dass die Provision zukünftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt werden soll. Der Käufer einer Immobilie soll nach dem Willen der Regierungsparteien maximal die gleiche Provision wie der Eigentümer zahlen. Diese Regelung bezieht sich nicht auf die ortsübliche Gesamtprovision, sondern auf die tatsächlich gezahlte!  Der Auftraggeber muss dabei die Zahlung beispielsweise durch Kopie des Kontoauszuges nachweisen. Zuerst muss also der Auftraggeber zahlen, dann erst kann der Makler die Rechnung an den Käufer stellen.  Diese geplante Neuregelung  wird als das „kleine Bestellerprinzip“ bezeichnet. Eine Deckelung der Maklerprovision, wie von den Grünen gefordert, wird es nicht geben.  Der jetzige Vorschlag der „Groko“ entspricht weitgehend der Regelung in Österreich. Für die Makler ist die Neuregelung nicht immer nachteilig. Wer sich bisher mit drei Prozent vom Erwerber zufrieden gab und nun  zwei Prozent beim Eigentümer anbietet, kann sich freuen: Zusammen mit den zwei Prozent, die er beim Käufer abholen kann, bekommt er nun vier Prozent. 

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