Soforthilfe: vorläufige Entwarnung

Soforthilfe: vorläufige Entwarnung

Die schnelle Soforthilfe (NRW-Soforthilfe 2020) war zunächst eine große Hilfe für viele betroffene Unternehmen und Freiberufler. Sie konnte unbürokratisch beantragt werden und wurde innerhalb weniger Tage ausgezahlt. Etwa 400.000 Antragsteller haben die Hilfe erhalten. In den letzten Tagen wurde fast jeder vierte von Ihnen aufgerufen, die konkrete Verwendung der Gelder nachzuweisen, wir haben darüber berichtet.

Die versandten Vordrucke zur Ermittlung des Liquiditätsengpasses zur NRW-Soforthilfe haben zu großen Protesten geführt. So wird mithilfe des Vordrucks der Liquiditätsengpass zunächst für jeden Monat getrennt ermittelt. In einem weiteren Schritt werden dann die Ergebnisse der Berechnung für die drei Antragsmonate zu einem Saldo zusammengefasst. Das kann katastrophale Auswirkungen haben: Wenn z.B. ein Friseur in den Monaten März und April einen Liquiditätsengpass (durch zwangsweise Schließung) hatte und er sich im Mai vor Kunden kaum retten konnte, die alle ihren Friseurbesuch nachgeholt haben,   erzielte er im Mai einen beachtlichen Liquiditätsüberschuss. Dieser wird laut Vordruck dann mit den Liquiditätsengpässen im März und April saldiert, so dass in vielen Fällen überhaupt kein Anspruch auf Soforthilfe bestehen würde.

Doch die Betroffenen können vorerst aufatmen. Die Prüfungen wurden erst einmal gestoppt. Wer bereits eine Aufforderung zur Abrechnung erhalten hat, muss vorerst nicht reagieren. Laut Auskunft des NRW-Wirtschaftsministeriums wurde das entsprechende Online-Formular wieder aus dem Netz genommen.

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