Steuervorteil für Prepaidkarten bleibt erhalten

Steuervorteil für Prepaidkarten bleibt erhalten

Arbeitnehmer dürfen weiterhin pro Monat bis zu 44 Euro steuerfrei über Prepaidkarten einstreichen. Dies ergibt sich aus einem Gesetzesentwurf, den das Bundeskabinett am 31. Juli 2019 beschlossen hat. Demnach wird die Definition sogenannter Sachbezüge im Einkommensteuergesetz nicht, wie zeitweise geplant, geändert.  Zu solchen Sachbezügen zählen neben Waren und Dienstleistungen auch Gutscheine und Prepaidkarten, über die Arbeitgeber ihren Angestellten monatlich bis zu 44 Euro zukommen lassen können, ohne darauf Steuern und Sozialabgaben zu zahlen. Das Bundesfinanzministerium (BMF) wollte diesen Steuervorteil für Prepaidkarten und bestimmte Gutscheine abschaffen. Prepaidkarten sind für Arbeitnehmer praktisch, weil sie damit in vielen Geschäften bezahlen können. Nur Geldabheben ist nicht möglich.

Vor ein paar Monaten stand zur Diskussion, wie die 44 Euro-Grenze berechnet wird. Es ging um die Frage, ob auch die Aufladegebühren, die der Arbeitgeber an den Kartenanbieter zahlt, hinzugerechnet werden müssen. In diesem Falle wäre bei Ausnutzen der 44 Euro diese Grenze für die Steuerfreiheit überschritten gewesen. Doch die Entscheidung ging zugunsten von Arbeitnehmern und Arbeitgebern aus. Die Aufladegebühren sind nicht hinzuzurechnen, weil insoweit ein geldwerter Vorteil für den Arbeitnehmer nicht gegeben ist. 

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